Olivenöl mindert die Risikofaktoren der
Atherosklerose
Die verschiedenen metabolischen Risikofaktoren, die
unter dem Begriff Metabolisches Syndrom"
zusammengefaßt werden, können reduziert werden durch
eine Ernährung, die reich an einfach ungesättigten
Fettsäuren ist, wie sie im Olivenöl enthalten sind.
Viele Fettstoffwechselstörungen treten nach
Auffassung von Dr. Scott Grundy von der Universität
Texas, Southwestern Medical Center in Dallas, USA,
typischerweise in Verbindung mit verschiedenen
metabolischen Risikofaktoren - dem Metabolischen Syndrom
- auf.
Das Metabolische Syndrom kann als
Hauptrisikofaktor für koronare Herzkrankheiten
betrachtet werden." Die metabolischen Risikofaktoren
in diesem Syndrom umfassen eine atherogene Dyslipidämie
mit erhöhten Serumtriglyzeriden, niedrigem
HDL-Cholesterin, small-dense"-LDL-Partikeln,
erhöhtem Blutdruck, Insulinresistenz, Glucosetoleranz
und erhöhte Thromboseneigung.
Es gibt mindestens fünf Ursachen für das
Metabolische Syndrom, so Grundy. Übergewicht und
Ernährungsweise tragen zum
Nährstoffüberschuß" bei und begünstigen
damit die Insulinresistenz". Die drei übrigen
Ursachen sind die genetische Disposition",
Alterung" und körperliche
Inaktivität". Diese drei Faktoren verändern die
zellulären Reaktionen und beeinträchtigen die
Insulinwirkung.
Dr. Grundy erklärte, auf welche Weise dieses Syndrom
durch die Ernährung beeinflußt werden kann.
Gesättigte Fettsäuren erhöhen allmählich den
LDL-Cholesteringehalt. Eine Ernährung, die reich ist an
einfach ungesättigten bzw. mehrfach ungesättigten
Fettsäuren, senkt den LDL-Spiegel etwa in gleichen
Maßen." Er fügte hinzu: Andererseits wissen
wir, daß es Gründe gibt, die Zufuhrmenge an mehrfach
ungesättigten Fettsäuren zu begrenzen.
Heute empfiehlt praktisch kein Wissenschaftler die
Aufnahme von mehr als zehn Prozent an mehrfach
ungesättigten Fettsäuren." Er schloß:
Gesättigte Fettsäuren in der Ernährung sollten
also durch einfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt
werden."
Aus diesen Gründen erhebt sich die zentrale Frage:
Was ist wirkungsvoller, einfach ungesättigte Fette
oder Kohlenhydrate?"
Beide Nährstoffe senken das LDL-Cholesterin. Wenn man
ihre Wirkung auf die Insulinresistenz (welche fast immer
in der Gruppe der Risikofaktoren aufgeführt wird)
betrachtet, zeigt sich bei den Kohlenhydraten der
Nachteil, daß sie die Triglyzeride erhöhen und daher
die Neigung zur Hypertriglyzeridämie verschlimmern.
Allein aus diesem Aspekt wäre beim Metabolischen
Syndrom eine Ernährung, die reich an einfach
ungesättigten Fettsäuren ist, vorzuziehen", so
Grundy. Schließlich nahm er Bezug auf die von Dr.
Mancini erwähnten offensichtlichen Nutzen der einfach
ungesättigten Fettsäuren auf Insulinresistenz und
herabgesetzte Glukosetoleranz bei Diabetes.
(Quelle +© Europäische
Gemeinschaften, 1995-2000)
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