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Mediterrane Ernährung: beste Wahl für Diabetiker

Eine mediterrane Kost mit Olivenöl als Hauptfettquelle ist die sinnvollste Ernährungsweise bei Diabetes, Insulinresistenz und vermutlich ebenso bei Bluthochdruck. Dieser Auffassung ist Dr. M. Mancini, Abteilung für klinische und experimentelle Medizin der Universität in Neapel. Seine Forschungsgruppe hat gezeigt, daß mit einer Ernährung, die reich an Olivenöl ist, wenig gesättigte Fettsäuren enthält und einen mäßigen Anteil an Kohlenhydraten und löslichen Ballaststoffen aus Obst, Gemüse und Getreide enthält, bei Diabetespatienten die größten Therapieerfolge erzielt werden können. Diese Art der Ernährung reduziert nicht nur die bei Diabetes typische erhöhte Konzentration atherogener Lipoproteine, sondern verbessert auch den Blutzuckerspiegel und erhöht die Insulinsensitivität.

In Italien ist der Verbrauch von Olivenöl in den Regionen um Neapel, Florenz, Genua und Bari sehr hoch, um Mailand, Rom und Bologna herum werden hingegen mehr gesättigte Fettsäuren verzehrt. In Mancinis Studie wurden 6000 Männer und Frauen untersucht. Die Probanden wurden gemäß des Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren in ihrer Ernährung in drei Gruppen aufgeteilt. Bei Personen, die Olivenöl als Bestandteil ihrer Ernährung verwenden, konnten sehr viel niedrigere Cholesterinspiegel festgestellt werden. Dieses Resultat hatte man erwartet, aber darüber hinaus, zur Überraschung der Wissenschaftler, zeigte sich, daß der durchschnittliche systolische Blutdruck bei der Olivenöl-Gruppe sehr viel niedriger war. Noch überraschender jedoch war der Effekt auf den Nüchternblutzucker. Mancini stellte fest: „Je höher der Verzehr von Olivenöl, desto geringer ist der Nüchterngehalt an Blutzucker." Er führte weiter aus: „Es kann festgehalten werden, daß eine olivenölreiche Ernährungsweise sich äußerst präventiv auf die Hauptrisikofaktoren der Atherosklerose auswirkt."

Eine Studie mit Bluthochdruck-Patienten zeigte, daß sich durch eine fettarme, kohlenhydratreiche Reisdiät die Blutzuckerwerte, die während der 14-stündigen Studie stündlich gemessen wurden, erhöhten. Auch der Insulinspiegel stieg durch die kohlenhydratreiche Diät an. Dazu Mancini: „Wir wissen, daß Bluthochdruckpatienten für gewöhnlich eine gewisse Insulinresistenz aufweisen. Wir möchten die Insulinresistenz nicht verschlimmern und die Glukosetoleranz dieser Patienten nicht verschlechtern."

Einige Jahre später konnte eine ähnliche Beobachtung bei Diabetikern gemacht werden. „Mit einer fettarmen, kohlenhydratreichen Ernährung erfolgt eine Verschlechterung des Glukosemetabolismus, begleitet von einem signifikanten Ansteigen des postprandialen Zucker- und Insulinspiegels sowie einem Absinken der Glukoseverwertung."

Dr. Mancini faßte zusammen: „Daher können wir Patienten mit einem insulinunabhängigen Diabetes nicht raten, sich auf eine fettarme Ernährung umzustellen. Wir können jedoch, wie Dr. Grundy dies in seinen Ausführungen klar herausstellte, diese Patienten auffordern, die Kohlenhydrate zum Teil durch Olivenöl zu ersetzen." Er unterstrich: „Diabetiker können vor dem Risiko der Hyperglykämie und anderen Komplikationen durch einen gesteigerten Verzehr von Olivenöl geschützt werden."

www.olivenmarkt.de/markt/wissen/wissen5.htm